Erdverlegte Rohrleitungen (Gas-, Wasser-, Fernwärme etc.), Kabelleitungstiefbau und Netzausbau - die bbr ist dran.

Die bbr berichtet zu allen Aspekten der Trinkwassergewinnung, des Brunnenbaus, der Inspektions- und Regeneriertechnik.

Oberflächennahe und tiefe Geothermie sowie Bohrtechnik bilden einen Schwerpunkt in jeder bbr-Ausgabe.

Berücksichtigung finden interessante Maßnahmen und Verfahren im Bereich Spezialtiefbau.

Berichtet wird über alle Aspekte der Bereiche Transport (inkl. Trinkwasserbehälter) und Aufbereitung von Trinkwasser.

22.07.2018

RheinEnergie: Tunnelvortrieb für Trinkwasserdüker beginnt

Zwischen den Kölner Stadtteilen Poll und Marienburg entsteht ein neuer Trinkwasserdüker. Die Tunnelbohrmaschine „Marie-Polly“ gräbt sich rund sechs Wochen lang ohne Unterbrechung unter dem Rhein hindurch. Am 7. Juni bekam die Maschine nach bergmännischer Tradition feierlich ihren Namen verliehen: „Marie-Polly ist eine Anspielung auf die beiden Stadtteile, die der Düker verbinden wird“, erklärt Dr. Martin Kaupe, Projekt- leiter und Leiter des Bereichs „Zentrale Aufgaben Wasserwirtschaft“ bei der RheinEnergie.


© RheinEnergie AG


Mit einer Antriebsleistung von 315 kW gräbt sich die fast 40 t schwere Tunnelbohrmaschine durch das Erdreich – und das 10 m unter dem Flussbett. Ihr Ziel ist der Bayenthalgürtel: Unweit der markanten Bismarcksäule soll Marie-Polly ans Tageslicht treten. Dann beginnen die Leitungsbauarbeiten in dem 722 m langen Tunnel. „Nach Abschluss unserer Arbeiten wird der Düker schließlich verfüllt. Er ist später nicht für Besucher zugänglich“, erklärt Marsel Kropp, Projektleiter im Bereich Leitungsbau bei der Rhein- Energie.

Dem Dükerbau vorangegangen ist im Jahr 2017 bereits die Verlegung einer neuen Trinkwasser-Transportleitung im Bayenthalgürtel. An diese rund 830 m lange Leitung wird der Düker im Linksrheinischen nach seiner Fertigstellung angeschlossen. Im Rechtsrheinischen entsteht derzeit noch eine Verbindung von den Poller Wiesen zum Wasserwerk Westhoven. Die Trasse dieser neuen Trinkwasser-Transportleitung erstreckt sich auf einer Länge von rund 3,1 km. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Oktober 2019.

Voraussichtlich Ende 2019 sind dann die beiden einst getrennten Kölner Trinkwassernetze miteinander verbunden. Bürgerinnen und Bürger profitieren dann von einer höheren Versorgungssicherheit. Sollte links oder rechts des Rheins einmal ein Wasserwerk ausfallen, kann der Düker mit Trinkwasserkapazitäten der jeweils anderen Rheinseite „aushelfen“. Im Normalbetrieb fließt nur eine geringe Menge Trinkwasser durch den Düker vom Rechts- ins Linksrheinische.

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