Erdverlegte Rohrleitungen (Gas-, Wasser-, Fernwärme etc.), Kabelleitungstiefbau und Netzausbau - die bbr ist dran.

Die bbr berichtet zu allen Aspekten der Trinkwassergewinnung, des Brunnenbaus, der Inspektions- und Regeneriertechnik.

Oberflächennahe und tiefe Geothermie sowie Bohrtechnik bilden einen Schwerpunkt in jeder bbr-Ausgabe.

Berücksichtigung finden interessante Maßnahmen und Verfahren im Bereich Spezialtiefbau.

Berichtet wird über alle Aspekte der Bereiche Transport (inkl. Trinkwasserbehälter) und Aufbereitung von Trinkwasser.

16.05.2018

Start der Geothermie-Bohrarbeiten am HKW Süd

Am Heizkraftwerk Süd in Thalkirchen entsteht nicht nur die leistungsstärkste Geothermieanlage Münchens, sie wird die bislang größte ihrer Art in Deutschland sein. Mit einer Leistung von 50 MW soll sie ab dem Jahr 2020 Ökowarme für 80.000 Bewohner liefern.


Den offiziellen Startschuss für die Bohrarbeiten an den sechs geplanten Bohrlochern gaben am 26. April Helge-Uve Braun, Technischer Geschaftsführer der Stadtwerke München (SWM), und Josef Daldrup, Vorstandsvorsitzender der Bohrfirma Daldrup & Söhne AG. Auf der Baustelle wird rund um die Uhr gearbeitet. Für die neue Geothermieanlage werden von einem Bohrplatz aus insgesamt sechs Bohrungen sternförmig in eine Tiefe von 2.800 bis 3.100 m abgeteuft. Nach 900 Bohrmetern werden diese horizontal abgelenkt. Ziel ist es, dass Förder- und Injektionsbohrung im Tiefengrundwasserleiter mehr als 1.200 m auseinanderliegen. Durch diese Distanz wird verhindert, dass es zu einem hydraulischen Kurzschluss kommt, dass also das in den Untergrund zurückgeleitete, abgekühlte Wasser erneut über die Förderbohrung gehoben wird. Die Besonderheit bei der Anlage in der Schaftlarnstraße ist, dass die SWM zum ersten Mal mitten in München bohren. Deshalb wurde ein spezielles Lärmvermeidungskonzept entwickelt. Das Vorhaben ist Teil des Projekts, die Fernwärmeversorgung in München bis 2040 als erste deutsche Großstadt auf 100 % erneuerbare Energien umzustellen und hierfür insbesondere Tiefe Geothermie zu nutzen.

Weitere Informationen
www.swm.de