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BGR-Studie: Keine unbeherrschbaren Umweltrisiken durch Tiefe Geothermie

Die Tiefe Geothermie birgt in Deutschland keine unbeherrschbaren Risiken für die Umwelt – das ist das zentrale Ergebnis einer jetzt veröffentlichten Studie, die die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) auf Grundlage einer Verwaltungsvereinbarung mit dem Umweltbundesamt (UBA) erstellt hat. In der Studie wurden mögliche Umweltauswirkungen betrachtet, die durch Stimulationsmaßnahmen in der Tiefen Geothermie entstehen können.

Im Mittelpunkt standen dabei einerseits die induzierte, also vom Menschen verursachte Seismizität, andererseits die Beeinträchtigung von Grundwasserleitern und Oberflächengewässern. Hierfür wurden Informationen zu insgesamt 30 hydraulischen und 26 chemischen Stimulationsmaßnahmen zusammengetragen und analysiert.
Die Studie kommt abschließend zu dem Ergebnis, dass bei der Einhaltung der bestehenden Vorschriften und Regelwerke sowie unter Beachtung des Standes von Wissenschaft und Technik eine Beeinträchtigung von Grundwasser im Zusammenhang mit hydraulischen und chemischen Stimulationen faktisch ausgeschlossen ist. Das Auftreten von spürbaren Erdbeben wiederum lässt sich laut der Studie durch ein seismologisches Monitoring sowie durch ein entsprechendes Frühwarnsystem und Reaktionsschema größtenteils verhindern.

Die vollständige Studie kann auf der Webseite des UBA kostenlos als PDF-Datei eingesehen und heruntergeladen werden.