| Geothermie

Deutsche Wissenschaftlerin beim World Geothermal Congress ausgezeichnet

Alle fünf Jahre trifft sich die weltweite Geothermiebranche zum World Geothermal Congress (WGC). Vom 19. bis 24. April waren im australischen Melbourne auch zahlreiche Vertreter aus Deutschland angereist.

Einen besonderen Erfolg konnte dabei die Münchener Professorin Inga Moeck verzeichnen. Sie wurde unter 150 Posterreferenten für einen der besten Beiträge ausgezeichnet. In diesem stellt sie die seismischen Messungen des GeoForschungsZentrums Potsdam am Tempelhofer Feld in Berlin vor. Bei der 2D-Seismik unter den Rollfeldern des ehemaligen Flughafengeländes setzte man im Jahr 2011 statt der üblichen kurzen und stärkeren Vibrationen auf schwächere und dafür um wenige Sekunden längere Erschütterungszeiten. Bei der nachfolgenden Datenanalyse stellte sich heraus, dass die Ergebnisse trotz der geringeren, gezielten Vibrationen genauso gut sind. Der Bundesverband Geothermie war auf dem WGC mit seinen Partnern, der Energieagentur NRW und dem Internationalen Geothermiezentrum Bochum (GZB), mit einem Gemeinschaftsstand vertreten. Viele Besucher aus aller Welt zeigten großes Interesse an den deutschen Erfahrungen, vor allem im Bereich der Tiefen Geothermie.