Der Tiefe-Erdwärme-Standort Trebur liegt an der Ostseite des Rheins, rund 20 Kilometer südlich von Mainz.

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Geothermieprojekt Trebur: Genehmigung für Aufsuchungsbohrungen erteilt

Der Betreiber des geplanten Geothermie-Heizkraftwerks nahe der hessischen Stadt Trebur hat am vergangenen Montag die endgültige Genehmigung für zwei Aufsuchungsbohrungen sowie die notwendigen Leistungspumpversuche erhalten. Damit steht einer schnellen Realisierung des Projekts nun nichts mehr im Weg. Die Erteilung der bergrechtlichen Genehmigungen hatte sich bereits in diesem Frühjahr angedeutet.

In einer ersten Stellungnahme betonte Dr. Erwin Knapek, Vorsitzender des Wirtschaftsforums Geothermie e.V. (WFG) und Präsident des Bundesverbandes Geothermie e.V. (BVG), nicht nur die Vorreiterrolle des Projekts für die Geothermie in Hessen, sondern hob auch die vorbildliche Zusammenarbeit der Überlandwerk Groß-Gerau GmbH mit den Anwohnern bei der Planung des Kraftwerks hervor. Weiterhin verwies Knapek auf die entscheidende Bedeutung der Geothermie bei der Realisierung der hessischen Energiewende.

Ab 2017 soll die geplante Tiefe-Erdwärme-Anlage rund 7.000 Haushalte mit Strom versorgen. Damit trägt die Anlage wesentlich zum Ziel des Kreises Groß Gerau bei,  bis zum Jahr 2020 rund 30 Prozent des Stromverbrauchs aus Erneuerbaren Energien bereitzustellen.