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Internationale Wärmetagung in Köln

Am 20. und 21. September findet in Köln im Konferenzzentrum der Rhein-Energie AG die Internationale Wärmetagung statt. Ziel der Veranstaltung ist es, Potenziale sowie Anwendungsgebiete und Geschäftsmodelle großer Wärmepumpenanlagen aufzuzeigen und die politischen, finanziellen bzw. regulato­rischen Rahmenbedingungen zu diskutieren.

Die Energiewende braucht Vorzeigeobjekte, ob im Bereich der Stromversorgung, Mobilität oder Wärmeversorgung. Im Wärmemarkt stehen hier zunehmend große Objekte in Industrie, Gewerbe oder ganze Wohnviertel im Fokus. Wärmepumpen bieten vielfältige Möglichkeiten des klimaschonenden Heizens- bzw. Kühlens – z.B. als Großwärmepumpen oder über Kalte Nahwärmenetze.

Großes Marktpotenzial, große planerische Herausforderung
„Wärmepumpen in großen Objekten und Projekten werden entscheidend zur Erreichung der Klimaschutzziele, zur Substitution fossiler Energieträger und zur generellen Kostensenkung im Wärmesektor beitragen“, ist Dr. Martin Sabel, Geschäftsführer des Bundesverbandes Wärmepumpe, überzeugt. „Während Wärmepumpen für den Einsatz im privaten Wohnbau und kleinen Gewerbeimmobilien heute schon zum Standard der Heiztechnik gehören und dabei sind, fossile Brennstoffe Stück für Stück abzulösen, steckt die breite Markteinführung von Groß- bzw. Industriewärmepumpen im Leistungsbereich von 100 bis über 1.000 kW noch in den Anfängen. „Zu Unrecht – denn es gibt sowohl bei Quartiers- und Siedlungsprojekten als auch bei großen Wohn- und Gewerbeimmobilien viele gelungene Anwendungsbeispiele für den Einsatz von Wärmepumpen zum Heizen und Kühlen“, so Sabel weiter. Und das Marktpotenzial ist groß.

Allerdings sind die planerischen Anforderungen an die in Gebäuden, Nahwärmesystemen und für Industrieprozesse eingesetzten Wärmepumpen hinsichtlich Wirtschaftlichkeit und Zuverlässigkeit bedeutend höher als die für Hausheizungen. Eine gründliche Planung sowie die sorgfältige Auswahl eines Herstellers, der im Planungsprozess unterstützen kann, sind daher entscheidend.

Wärmetagung 2017: Erfahrungsaustausch und internationales Networking im Fokus
Nach einer erfolgreichen Auftakttagung im vergangenen Jahr in St. Gallen veranstaltet der Bundesverband Wärmepumpe in Kooperation mit Wärmepumpe Austria und der Fachvereinigung Wärmepumpen Schweiz die internationale Wärmetagung nun in Deutschland. Ziel ist, Potenziale, Anwendungsgebiete und Geschäftsmodelle großer Wärmepumpenanlagen zu erörtern. „Wir möchten, eingebettet in einen wissenschaftlichen Rahmen, einem internationalen Forum die Möglichkeit geben, Ideen und Lösungsansätze aus Deutschland, Österreich und der Schweiz für den Einsatz von Wärmepumpen in Wärmenetzen, Quartieren und Siedlungen vorzustellen und zu diskutieren“, erklärt Dr. Sabel. „Es geht darum Anreize zu schaffen, die Energiewende auch bei großen Gewerbe- und Wohnprojekten voranzutreiben.“ Im Mittelpunkt steht dabei der internationale Austausch mit Experten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, mit Planern, Entscheidungsträgern aus der Wohnungswirtschaft, Kommunen und Finanzdienstleistern.

Programm und weitere Informationen
www.waermetagung.de