Foto: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung

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Neubau des Bundesinnenministeriums setzt auf Erdwärme

Mit 40.000 Quadratmetern Nutzfläche für rund 1.400 Arbeitsplätze ist der zukünftige Berliner Dienstsitz des Bundesinnenministeriums das derzeit größte Bauprojekt für die Unterbringung von Bundesministerien. Das Heizen und Kühlen des Gebäudes soll in Zukunft durch rund 100 Erdwärmesonden erfolgen.

Der Neubau wurde nach Plänen des Berliner Büros Müller Reimann Architekten vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) im Auftrag der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) errichtet. Bei dem Neubau wurde ein ganzheitliches Nachhaltigkeitskonzept mit innovativen Lösungen zur Energieeinsparung umgesetzt. Die energetischen Anforderungen nach der Energieeinsparverordnung wurden deutlich übertroffen. Wesentlicher Bestandteil des Konzeptes ist die Nutzung der Erdwärme und der Abwärme aus dem Rechenzentrum zur Beheizung aller Büroräume über Deckenheizflächen. Im Sommer werden die Kapillaren in den Decken mit Kaltwasser gespeist, das eine angenehme Temperatur in den Büroräumen sicherstellt. Parallel dazu wird die Wärme aus den Büros zur Regeneration des Bodens ins Erdreich zurückgeleitet. Dazu wer- den 100 Erdwärmesonden durch Bohrungen fast 100 Meter tief in den Boden eingebracht. So wird – über das Jahr gesehen – für eine ausgeglichene Energiebilanz im Erdboden gesorgt. Bundesbauministerin Barbara Hendricks: „Mit Bauten wie diesem setzt der Bund Maßstäbe. Dies bezieht sich nicht nur auf die gestalterische Qualität. Zur Baukultur gehört eine ganzheitliche Qualitätsbetrachtung. Wirtschaftlichkeit und Funktionalität, nachhaltiges Bauen, Energieeffizienz und technische Innovationen sind wichtige baupolitische Ziele. Beim Neubau für das Bundesinnenministerium ist es uns gelungen, diese Ziele überzeugend umzusetzen.“