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Stadtwerke München bauen neue Geothermieanlage

Die Stadtwerke München (SWM) errichten auf dem Gelände des Heizkraftwerks Süd (HKW Süd) eine neue Geothermieanlage: Bereits in diesem Sommer werden an der Schäftlarnstraße im Süden der bayerischen Hauptstadt die ersten Vorarbeiten beginnen, der Start der Bohrarbeiten ist nach aktueller Planung für das Frühjahr 2018 angesetzt. Mit dem Vorhaben realisieren die SWM ein weiteres Projekt für die „Fernwärme-Vision 2040“.

Insgesamt werden für die neue Anlage vier Bohrungen mit Längen zwischen 3.700 und 4.300 m abgeteuft, wobei jeweils zwei Bohrungen als Förder- und als Injektionsbohrungen ausgelegt sind. Die Temperatur des Thermalwassers in diesem Teil des bayerischen Molassebeckens wird auf rund 95 Grad geschätzt ­– dies reicht aus, um nach der geplanten Fertigstellung der Anlage im Jahr 2019 bis zu 30 Megawatt thermischer Leistung in die nahe gelegenen Fernwärmenetze Innenstadt, Perlach und Sendling einzuspeisen.

Die dafür notwendige Technik (Wärmetauscher, Pumpen etc.) wird auf dem Gelände des HKW Süd in einem neu zu errichtenden Gebäude untergebracht. Weiterhin entsteht im Zuge des Ausbaus auch ein Wärmespeicher, mit dem die Fahrweise des dortigen Energieerzeugungs-Anlagenparks weiter flexibilisiert werden kann.

Ziel der „Fernwärme-Vision 2040“ ist es, in München bis zum Jahr 2040 die Fernwärme zu 100 % aus Erneuerbaren Energien zu gewinnen. Die Geothermieanlage in der Schäftlarnstraße ist nach der Anlage in Freiham das zweite Projekt, das im Rahmen der Fernwärme-Vision realisiert wird; weitere werden folgen.