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figawa-Weiterbildungen gemäß DVGW-Arbeitsblatt W-120 im Frühjahr 2019

Gleich zwei Veranstaltungen für alle mit der Planung, dem Bau und dem Betrieb von Brunnen Beteiligte bietet die figawa Ende März und Anfang April 2019 an. Die erste Fortbildung widmet sich dem Thema Brunnenentwicklung. Es folgt ein zweitägiger Workshop zur Ausschreibung von Bohr- und Brunnenausbauarbeiten.

 

Brunnenentwicklung

Am 22. März 2019 findet eine Veranstaltung der figawa in Hamburg statt, die sich ganz auf die Brunnenentwicklung konzentriert. Voraussetzung für erfolgreiche Brunnenentwicklungsmaßnahmen sind der fachgerechte Bau und eine dem Einzelfall angepasste Ausschreibung. Nicht zuletzt lassen Entwicklungsmaßnahmen auch Rückschlüsse auf bohrtechnische und bauliche Mängel zu.
Beginnend mit dem Klarpumpen werden in diesem Seminar verschiedene Entsandungsmaßnahmen, insbesondere in Hinsicht auf ihre Wirksamkeit, aber auch schädigende Auswirkungen auf das Brunnenbauwerk vorgestellt. Der schmale Grat zwischen Optimierung, Wirkungslosigkeit oder sogar Schädigung des Brunnenbauwerkes hängt eng zusammen mit dem Brunnenbaukonzept und den eingesetzten Entsandungsmaßnahmen. Beim abschließenden Pumpversuch werden nicht nur die Ergiebigkeit des Brunnens und seine Leistungscharakteristik ermittelt, sondern auch die Einhaltung des geforderten Restsandgehaltes nachgewiesen.

Das Seminar richtet sich an alle mit dem Bau und Betrieb von Brunnen Beteiligte. Es wird die anwendungsbezogene Ausschreibung, Durchführung, Dokumentation und Auswertung von Brunnenentwicklungsmaßnahmen vor- und zur Diskussion gestellt.

 

Workshop zur Ausschreibung von Bohr- und Brunnenausbauarbeiten

Kurz darauf, am 1. und 2. April 2019, wird in Köln ein Workshop zur Ausschreibung von Bohr- und Brunnenausbauarbeiten angeboten. Ausschreibungen und Leistungsverzeichnisse bilden die Vertragsgrundlage für eine fachgerechte und reibungslose Bauausführung. In der Baupraxis werden den Brunnenbaubetrieben oft Leistungsverzeichnisse mit gravierenden Mängeln zur Kalkulation vorgelegt, die eine fachgerechte Ausführung kaum möglich machen. Folge sind eine Flut von Bedenken, Nachträgen, Rechtsstreitigkeiten oder gar eine Wettbewerbsverzerrung, die sowohl den Auftraggeber als auch den Auftragnehmer teuer zu stehen kommen kann.

Die Allgemeinen Technischen Vertragsbedingungen für Bauleistungen DIN 18301 „Bohrarbeiten“ und DIN 18302 „Arbeiten zum Ausbau von Bohrungen“ stellen die Grundlage für die Bauausführung dar. Zusammen mit den Formulierungen im Standardleistungsbuch STLB und dem Standartleistungskatalog STLK stehen dem Planer geeignete Hilfsmittel bei der Formulierung von Leistungsverzeichnissen für die geplante Bauausführung zur Verfügung. Hierauf wird im Rahmen dieses Seminars vom Grundsatz her und in Beispielen eingegangen.

Das sichere Wissen um die Regeln der Technik auf dem aktuellen Stand des DVGW-Regelwerkes bleibt neben einer fundierten Kenntnis der praktischen Abläufe auf der Baustelle Voraussetzung für qualifizierte Bauleistungen, die das technisch Notwendige mit dem praktisch Machbaren optimal verbinden. Der 2-tägige Workshop richtet sich daher an Mitarbeiter aus Behörden, Ingenieurbüros, Versorgungs- und Bohrunternehmen, die mit der Planung, Ausschreibung und Bauleitung für Brunnen und Grundwassermessstellen betraut sind.

 

Weitere Informationen
www.figawa.org