Zur Freisprechung waren auch zahlreiche Gäste angereist: Familie und Freunde der Auszubildenden, Firmenvertreter sowie Vertreter der Spitzenverbände und Landesinnungen. © Bau-ABC Rostrup

| Aus- und Fortbildung Brunnenbau Spezialtiefbau

Freisprechung Brunnenbauer und Spezialtiefbauer 2018

Es war ein hartes Stück Arbeit mit erfolgreichem Abschluss: Drei Jahre Ausbildung und zwei anstrengende Prüfungstage haben 23 Brunnenbauer und 27 Spezialtiefbauer im Bau-ABC Rostrup in Bad Zwischenahn beendet. Sechs Brunnenbauer werden mit der Winterprüfung 2019 einen erneuten Anlauf nehmen. Die wieder zahlreich angereisten Gäste, Firmenvertreter, Eltern, Ehefrauen und Freundinnen der Auszubildenden sowie Vertreter der Spitzenverbände und der Landesinnungen bildeten auch 2018 wieder einen festlichen Rahmen für die Freisprechung.

 

Sebastian Geruschka, Geschäftsführer der Bundesfachgruppe Brunnenbau, Spezialtiefbau und Geotechnik im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes, erinnerte die frisch qualifizierten Brunnenbauer an die Notwendigkeit des „lebenslangen Lernens“, über spezielle Fachlehrgänge bis hin zum Brunnenbauermeister. Er betonte die Bedeutung des Bau-ABC Rostrup als zentrales Bildungs- und Tagungszentrum für den deutschen Brunnenbau, Spezialtiefbau und die Geotechnik und überreichte den lehrgangsbesten Brunnenbauern – Danny Schley (Celler Brunnenbau GmbH, Celle), Paul Zarth (Hettmannsperger Bohrgesellschaft mbH, Ötigheim) und Thomas Niehues (Knüsting Brunnenbau KG, Raesfeld) – ein Jahresabonnement der Fachzeitschrift bbr sowie ein Buchgeschenk.

 

Traditionell ließen die Lehrwerkmeister im KompetenzCentrum Bohr- und Ernergietechnik im Bau-ABC Rostrup, Lothar Schoka, David Urban-Werner und Thorsten Busch, in einem launigen Rückblick die Ausbildungszeit der Abschlusslehrgänge Revue passieren. Eine beeindruckende Abschlussrede hielt Tahiry Manantsoa, die als erste Frau die Ausbildung zur Spezialtiefbauerin mit sehr gutem Erfolg abschließen konnte und im Anschluss zusätzlich die Spezialisierung zur Brunnenbauerin angehen wird. Sie beschrieb ihren Weg als Frau in einem noch deutlich männerdominierten Berufsfeld. Neben den sprachlichen Herausforderungen musste sich die gebürtige Madagassin auch bei den Mitauszubildenden gegen manches Vorurteil behaupten. Sie bedankte sich ausdrücklich auch für die Unterstützung der Lehrwerkmeister und der Berufsschullehrer. Als lehrgangsbeste Spezialtiefbauerin 2018 hat Manantsoa eindrucksvoll überzeugt und kam abschließend zu dem Er- gebnis: Nach einer schwierigen Eingewöhnungsphase in ungewohnter Umgebung folgte eine intensive und letztlich harmonische Ausbildungszeit in der überbetrieblichen Ausbildung und in der Berufsschule

 

Für die Lehrer der Bundesfachklassen für Brunnenbauer und Spezialtiefbauer an der BBS Ammerland sprachen Daniel Brunn und Rüdiger Lütke- Brintrup. Die gemeinsame Zeit im Internat habe in idealer Form das Aufarbeiten der praktischen und theoretischen Ausbildungsinhalte bis hinein in die Abendstunden ermöglicht. Für die Bundesfachabteilung Spezialtiefbau im Hauptverband der Deutschen Bauindustrie überreichte dessen Geschäftsführer Dirk Siewert den lehrgangsbesten Spezialtiefbauern – Tahiry Manantsoa (Implenia Spezialtiefbau GmbH, Frankfurt/M.), Christopher Krumbach (Mast Grundbau GmbH, Langenfeld) und Jan Birnbaum (Joachim Tiesler Hoch- und Tiefbau GmbH & Co. KG, Elsfleth/Weser) – die Facharbeiterbriefe sowie ein Buchgeschenk. Siewert wies auf den steigenden Fachkräftebedarf bei sehr guten Verdienstmöglichkeiten in der deutschen Bauwirtschaft hin. Zudem betonte er die notwendige Bereitschaft zu überregionaler Mobilität, aber auch den zusätzlichen Reiz eines möglichicherweise weltweiten Einsatzes – nicht selten eine besondere Motivation gerade für junge Fachkräfte.

 

Duale Studiengänge bieten darüber hinaus eine attraktive Möglichkeit, Aus- und Weiterbildung mit einem praxisorientierten Studium zu verknüpfen. Die erfolgreichen Prüfungsteilnehmer können durch die bestandene Abschlussprüfung neben ihrer Gesellen- und Facharbeiterqualifikation auch stolz auf den dadurch gleichzeitig erworbenen Sekundarabschluss I (Realschulabschluss) sein, der zusätzliche Weiterbildungsperspektiven eröffnet.

 

Kontakt
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