Imposant: Der Zielschacht in Oberhausen hat einen Innendurchmesser von 45,8 m und ist 43,9 m tief! © Emschergenossenschaft

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Countdown für den Abwasserkanal Emscher

Für den Abwasserkanal Emscher (AKE) beginnt der Countdown: Mitte Juni werden beide Tunnelbohrmaschinen in die Zielgrube in Oberhausen-Biefang einfahren.

Die Maschine auf der Nordtrasse hat bereits weniger als 500 m zu absolvieren, bei der Südtrasse sind es weniger als 400 m. Für den 51 km langen AKE von Dortmund bis Dinslaken, Herzstück des Emscher-Umbaus, bedeutet die Zieleinfahrt einen signifikanten Meilenstein: Nach knapp viereinhalb Jahren sind dann die unterirdischen Vortriebsarbeiten für den „Emscherschnellweg unter Tage“ planungsgemäß abgeschlossen. Die Maßnahme ist Bestandteil des Generationenprojekts Emscher-Umbau, in das die Emschergenossenschaft seit fast 30 Jahren mehr als 5 Mrd. Euro investiert. Die Kosten werden zu rund 80 % von den Mitgliedern der Genossenschaft getragen, also von Bergbau, Industrie und Kommunen. Knapp 20 % steuern das Land NRW und die EU über Fördermittel bei. Der Umbau des Emscher- Systems wurde 1991 beschlossen, Anfang 1992 begonnen und soll bis Ende 2020 den einst „dreckigsten Fluss Europas“ weitestgehend vom Abwasser befreien.