Transport eines EUGAL-Rohres von einem Bahnhof zum nahegelegenen Rohrlagerplatz. © GASCADE Gastransport GmbH

| Leitungsbau

EUGAL: Genehmigung für Abschnitt in Brandenburg erteilt

Der Abschnitt der EUGAL (Europäische Gasanbindungsleitung), der durch Brandenburg verläuft, hat am 17. August 2018 die Baugenehmigung in Form des Planfeststellungsbeschlusses erhalten. Die zuständige Behörde, das Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe (LBGR) mit Sitz in Cottbus, übergab den Beschluss dem Projektträger, der GASCADE Gastransport GmbH. Damit ist die entscheidende rechtliche Voraussetzung für die Verwirklichung des Infrastrukturprojekts EUGAL in Brandenburg geschaffen.

 

Der Planfeststellungsbeschluss ist die Genehmigung für den Bau und beschreibt den endgültigen Trassenverlauf des rund 272 km langen brandenburgischen Leitungsabschnitts. Die Vorbereitungsarbeiten inklusive der Rohrauslieferung in Sachsen laufen bereits. Der Baubeginn soll in den nächsten Wochen erfolgen. An mehreren Orten werden gleichzeitig Maßnahmen stattfinden, die zunächst mit dem Abtrag des Mutterbodens beginnen. Der Bau der aus zwei Strängen bestehenden Trasse soll Ende 2020 abgeschlossen sein. Als 480 km lange Ferngasleitung wird die EUGAL von der Ostsee bis nach Tschechien reichen. Davon verläuft der längste Abschnitt durch brandenburgisches Gebiet – aus Mecklenburg-Vorpommern kommend von Schönfeld (Landkreis Uckermark) bis Großthiemig (Landkreis Elbe-Elster) und weiter nach Sachsen. Zudem soll die Leitung in Brandenburg mit anderen großen Erdgashochdruckleitungen verknüpft werden. Netzkopplungspunkte sind in Kienbaum (Gemeinde Grünheide) und Radeland (Stadt Baruth/Mark) geplant. In Radeland wird auch eine Verdichterstation entstehen.

 

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www.gascade.de