bbr 1/2013

 

Fachbeiträge der Ausgabe:

Klimawandel und die Folgen – mehr als eine nur technische Herausforderung für die Stadtentwässerung

Vermehrt auftretende Starkregen und ihre Folgen stellen die Kanalnetzbetreiber vor eine große Herausforderung. Es ist deshalb unerlässlich, die zukünftigen Entwässerungskonzepte auch auf die nach Expertenmeinung weltweit an Intensität und Häufigkeit zunehmenden Starkregen auszurichten. Der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) setzt auf integrale Ansätze zur Berücksichtigung aller, nicht nur aus technischer Sicht relevanten Belange.

Autoren: Dipl.-Ing. Axel Frerichs, Dipl.-Ing. Reinhard Hövel
 

Schwierige HDD-Flusskreuzung durch eine 15 m dicke Kiesschicht

Die Trasse der Trecate-Chovasso-Pipeline kreuzt den Fluss Sesia nahe der norditalienischen Stadt Vercelli. Aufgrund der Dynamik und Unberechenbarkeit des Gewässers mit häufigen Hochwasserereignissen entschied der Pipelinebetreiber Esso Italiana, eine sichere Unterquerung des Hindernisses zu realisieren. Mittels Horizontalbohrtechnik konnte die Rohrleitung nun tief unter dem Flussbett verlegt werden, ohne die Deichbauten oder die Umwelt zu beeinträchtigen.

Autor: Dr. Giovanni Polloni

 

Rohrrelining bei Dauerfrost: Erneuerung einer Trinkwasser-Hauptversorgungsleitung

Als Teil des Versorgungssystems vom Wasserwerk Tettau nach Senftenberg wurde eine Fernwasserleitung erneuert. Die Trasse führte größtenteils entlang der Autobahn 13 über vorwiegend privates Ackerland. Nach einem Variantenvergleich, unter Berücksichtigung der Vor- und Nachteile bei der Bauausführung unter den örtlichen Bedingungen, hat sich der Wasserverband Lausitz (WAL) entschieden, die Leitungserneuerung im Rohrrelining-Verfahren mit PE-HD-Rohren DN 600 durchzuführen.

Autor: Dipl.-Ing. (FH) René Niespor

 

Smart KKS: Verbesserung der Möglichkeit zur Zustandsbewertung von Rohrleitungen

Der immer stärker wachsende Stellenwert des kathodischen Korrosionsschutzes (KKS) als leistungsfähiges Zustandsbewertungssystem verlangt eine deutlich stärkere Integration der KKS-Daten in die bestehende Infrastruktur eines Netzbetreibers. Die damit zusammenhängenden erforderlichen technischen Anpassungen bei KKS-Schutzstromgeräten und -Fernüberwachungssystemen können vergleichsweise einfach mithilfe von „Eingebetteten Systemen“ erfolgen.

Autoren: Dipl.-Ing. Matthias Müller, Dipl.-Phys. Rainer Deiss

 

Komplettlösung zur kontinuierlichen Überwachung von Wassernetzen

Wasserverluste in Trinkwasserversorgungsnetzen sind ein großes Problem. Moderne Systeme zur kontinuierlichen Überwachung der Leitungsnetze helfen, diese auf ein Minimum zu reduzieren. Eine spezielle Software wertet die zugrundeliegenden Durchflussmessungen aus und zeigt vorhandene Leckagen zuverlässig an. Dank innovativer Messverfahren lässt sich die äußerst flexible Lösung schnell, einfach und kostengünstig in jedem Rohrleitungsnetz installieren.

Autor: Dipl.-Ing. Christian Pust

 

Leistungsrückgang am Brunnen – ein Planungsfehler?

Die Ergiebigkeit eines im Jahre 2001 errichteten Brunnens im ausgeprägt wasserwegsamen und gut durchlässigen Lockersediment betrug beim Neubau mehr als 23 m³/(h • m). Dieser hohe Wert verminderte sich trotz Regenerierungen innerhalb weniger Jahre stark, und selbst eine Intensiventsandung erbrachte lediglich eine temporäre Leistungssteigerung auf gerade einmal 10 m³/(h • m). Die Ergebnisse waren für den Betreiber des Brunnens Anlass, vor weiteren Regenerierungsmaßnahmen die Ursachen der diese Ergiebigkeitsminderung verursachenden Kolmation und die damit zusammenhängenden Vorgänge mithilfe geophysikalischer Methoden zeitabhängig zu beobachten.

Autoren: Dipl.-Geophys. Dr. Karl-Norbert Lux, Ina Scheffel, Dipl.-Ing. Ulrich Weihe
 

Korrosionsbeständigkeit: Beurteilung von Werkstoffen für den Einsatz in Geothermieanlagen

Aufgrund der extremen Betriebsbedingungen in Geothermieanlagen des Norddeutschen Beckens ist die Werkstoffauswahl für ober- und untertägige Komponenten entscheidend für einen sicheren und zuverlässigen Betrieb. Im Rahmen der Werkstoffqualifizierung wurden mittels klassischer Auslagerung und elektrochemischen Untersuchungen an zwei hochlegierten Stählen deren Einsatzgrenzen für die Förderung von hochsalinarem Aquiferfluid der geothermischen Tiefbohrung in Groß Schönebeck ermittelt. Die Ergebnisse und daraus resultierende Schlussfolgerungen werden hier vorgestellt.

Autoren: Dr. rer. nat. Ralph Bäßler, Dipl.-Ing. (FH) Joana Sobetzki, Dr.-Ing. Helmuth Sarmiento Klapper