bbr 10/2013

 

Fachbeiträge der Ausgabe:

Voraussetzungen und Ablauf einer Linerstatik – Teil 1

Die Sanierung von Abwasserkanälen und -leitungen durch (Kunststoff-)Liner hat sich in den vergangenen 20 bis 30 Jahren bewährt. In- und ausländische Fachartikel und Konferenzbeiträge berichten immer wieder über erfolgreich ausgeführte Projekte, zum Teil mit hohem Schwierigkeitsgrad. Eine wichtige statische und wirtschaftliche Größe für Liner ist die Wanddicke. Einerseits erfordert die Standsicherheit der Konstruktion eine ausreichende Wanddicke, andererseits werden die Kosten des Projektes in einem erheblichen Umfang durch diese bestimmt. Für den Anwender ist es jedoch nicht immer leicht, bei der großen Zahl von angebotenen Verfahren den Überblick über sichere und nachhaltige Lösungen zu behalten. In diesem Beitrag werden die statischen Grundlagen der Renovierungsverfahren durch Lining behandelt und Hilfen für die Planung und Entscheidungsfindung gegeben. Zudem werden Fragen aus der Praxis aufgegriffen, die sich in den vergangenen Jahren aus der Zusammenarbeit des Autors mit Bauherren, Planern und ausführenden Firmen ergeben haben. Der Beitrag beschränkt sich im Wesentlichen auf den Betriebszustand und Liner mit Kreisquerschnitt – für weiter gehende Fragestellungen wird auf die umfangreiche Literatur verwiesen.

Autor: Prof. Dr.-Ing. Bernhard Falter

 

Detektiv-Arbeit für defekte Schlauchliner

Kostengünstig, unkompliziert und nachhaltig soll die Rohrsanierung mit Schlauchlinern sein. Im folgenden Fall jedoch versagte ein eingebauter Schlauchliner schon nach der ersten Hochdruckspülung. Der Reinigungsmolch riss Löcher in den ausgehärteten Liner. TÜV SÜD-Experten prüften, was zu dem Schaden geführt hat. Wenn die Herstellung im Werk und der Einbau auf der Baustelle nicht ausreichend dokumentiert sind, ist Detektiv-Arbeit gefragt.

Autoren: Dipl.-Ing. (FH) Marcus Demetz, Dipl.-Ing. (FH) Markus Schneider

 

Grabenlose Sanierung mittels Langrohr-Relining – Erneuerung einer Hauptwasserleitung in Frankfurt

Planung, Bau und Betrieb von Versorgungsnetzen ist die Aufgabe der NRM Netzdienste Rhein-Main GmbH, einem Tochterunternehmen der Frankfurter Mainova AG und den Stadtwerken Hanau. Neben den Sparten Strom, Erdgas und Fernwärme betreibt die NRM ein 2.000 km langes Trinkwassernetz im Bereich des Frankfurter Stadtgebietes. Dieses Trinkwassernetz unterliegt einem permanenten Alterungsprozess, der besonders bei den sehr alten Leitungen, die zum Teil bereits vor 100 Jahren in Betrieb genommen worden sind, zunehmend zu Altersschäden führt. Vor diesem Hintergrund saniert die NRM derzeit eine wichtige Hauptwasserleitung zwischen dem Hessenwasser-Pumpwerk Hattersheim und der Frankfurter Innenstadt.

Autor: Dipl.-Ing. Alexander Scholz

 

Reparatur für Hauptkanäle – Erkenntnisse aus Forschung, Prüfung und Warentest

Abwassernetzbetreiber wollen ihre Sanierungsziele kostengünstig und effektiv erreichen. Wer verschiedene Verfahren von Renovierung und Reparatur geschickt kombiniert, ist im Vorteil. Neue Messsysteme ermöglichen Vorher-Nachher-Vergleiche zur sinnvollen Auswahl und Kombination von Sanierungsverfahren. Allerdings werden beim Einbau oft die Vorarbeiten vernachlässigt. Vom IKT – Institut für Unterirdische Infrastruktur – getestete Reparaturverfahren erwiesen sich als unterschiedlich robust gegenüber solchen Anwendungsfehlern.

Autor: PD Dr.-Ing. Bert Bosseler

 

Herausforderungen bei Reparaturverfahren im Kanal am Beispiel der Seiteneinlaufsanierung

Die sachgerechte Auswahl der jeweils geeigneten Anbindungstechnik der Seitenanschlüsse im Kanal erfordert eine zuverlässige Planung der nötigen Reparaturmaßnahmen. Deren Umsetzung ermöglicht heute eine leistungsfähige Sanierung.

Autorin: Franziska Wagner, B.Sc.

 

Bohrlochpumpen in Vertikalfilterbrunnen – welche Optimierungsmöglichkeiten haben die Betreiber?

Verschiedene Prozesse zwischen biologischen und chemischen Inhaltsstoffen des Grundwassers sowie der Stoffbestand des Bodens führen in Brunnen im Laufe des Betriebes zu einer Brunnenalterung. Durch Verringerung der Wassereintrittsfläche in das Brunnenbauwerk und der dadurch stärkeren Betriebswasserspiegelabsenkung – sowie der dann auch teilweise starken Verockerung der Unterwassermotorpumpe – läuft der Pumpbetrieb nicht selten in einem schlechten Wirkungsgrad. Deshalb ist ein rechtzeitiger Austausch oder die Überarbeitung und Optimierung des Pumpenbestandes an veränderte Einsatzbedingungen empfehlenswert.

Autoren: Mario Hübner, Sina Meschwitz

 

Einsatzbereiche für Großwärmepumpen mit erdgekoppelten Systemen

Während Wärmepumpen für die Beheizung von Ein- und Zweifamilienhäusern mittlerweile zum Standard gehören und als „erneuerbare Energie“ im Portfolio der Wärmeerzeugungsanlagen positioniert sind, ist ihr Einsatz in Großbauten sowie in Industrie und Gewerbe bislang noch eher selten zu finden. Der Einsatz von Großwärmepumpen (> 100 kW) und Hochtemperatur-Wärmepumpen (bis 98 °C) stellt durch die erzielbaren Energie- und Betriebskosteneinsparungen jedoch eine wirtschaftliche und umweltfreundliche Alternative zu konventionellen Heiz- oder Kühlsystemen dar.

Autorin: DI Ulrike Herzog

 

Unter dem Nord-Ostsee-Kanal hindurch – Druckerhöhungsstation garantiert sichere Frischwasserversorgung

Eine der wichtigsten und wesentlichsten kommunalen Aufgaben ist die Versorgung der Einwohner mit frischem Trinkwasser. In der zweiten Verordnung zur Änderung der TrinkwV2001 mit Wirkung vom 14. Dezember 2012 sind eine ganze Reihe Veränderungen in Kraft getreten. Das für den Verbraucher Wesentliche ist jedoch unverändert: Der Wasserversorger muss seinen Kunden im gesamten Versorgungsgebiet Trinkwasser zu jeder Zeit, in höchster Qualität, ausreichender Menge und ausreichendem Druck zur Verfügung stellen. Diese Vielzahl von sehr anspruchsvollen Aufgaben ist nicht immer leicht abzudecken. Häufig erfordern spezielle Anwendungsfälle auch spezielle Lösungen. In dem beschriebenen Fall geht es um die Errichtung einer Druckerhöhungsstation am Nord-Ostsee-Kanal in Kiel. Über einen Düker unter dem Kanal werden Stadtteile mit Frischwasser aus einem nördlich gelegenen Wasserwerk versorgt. Die bis dato eingesetzte Pumpentechnik war den Anforderungen der Zeit nicht mehr gewachsen. Eine zeitgemäße, sprich wirtschaftliche Lösung musste gefunden werden.

Autor: Detlef Holtz

 

Geothermieprojekt Waldkraiburg: Planung, Ausführung und erste Betriebsergebnisse

Waldkraiburg ist mit ca. 21.700 Einwohnern die größte Stadt im oberbayerischen Landkreis Mühldorf am Inn. Hier wurde in den Jahren 2010 bis 2012 für die Wärmeversorgung der Stadt erfolgreich ein Geothermieprojekt umgesetzt. Über die Erschließungsgeschichte und erste Betriebserfahrungen wird im Folgenden berichtet.

Autoren: Univ.-Prof. Dr. Johann Goldbrunner, Mag. Martin Eisner, Mag. Andrea Shirbaz, Dipl.-Ing. Dr. Josef Füreder, DI Ulrich Walz

 

Verockerungsanalytik für eine längere Brunnenlebensdauer

Verockerung ist ein Prozess, der bei der Nutzung von eisen- bzw. manganhaltigen Grundwässern auftritt. Hierbei kommt es zur massenhaften Vermehrung sogenannter Eisenbakterien. Mit einem neuen System ist es nun möglich, den Verockerungszustand eines Brunnens mit einer einfachen Wasserprobe genau zu bestimmen, um frühzeitig Maßnahmen ergreifen zu können.

Autoren: Dipl.-Ing. Oliver Thronicker, Prof. Dr. Ulrich Szewzyk