bbr 9/2013

 

Fachbeiträge der Ausgabe:

Europäischer Zwang zum Breitbandkabel-Ausbau in Wasser- und Abwassernetzen?

Die Europäische Kommission hat im März 2013 einen EU-Verordnungsvorschlag vorgelegt, der den Ausbau von Breitbandkabelnetzen vorantreiben und Kostenreduktionen durch die Aufnahme von elektronischen Kommunikationsnetzen in bestehende physische Infrastrukturen, wie Wasser- und Abwassernetze, ermöglichen soll. Der Verordnungsentwurf sieht für die Eigentümer der Infrastrukturen einen Zugangszwang, Datenlieferungspflichten und bürokratischen Mehraufwand vor. Für Ver- und Entsorger sowie Bauunternehmen entstehen Mehrkosten, die der Verordnungsentwurf nicht berücksichtigt. Der grundsätzliche Ausbau des Breitbandnetzes wird unterstützt, die vorgeschlagenen Maßnahmen werden jedoch aus technischen, hygienischen und wirtschaftlichen Gründen abgelehnt.

Autoren: Dr. Michaela Schmitz, Dipl.-Geol. Udo Peth, Dipl.-Wirtsch.-Ing. Lukas Romanowski

 

Sea Outfalls: Vorteile und Konzept des maschinellen Vortriebs

Rund die Hälfte der Weltbevölkerung lebt heute in küstennahen Gebieten. Die Versorgung mit Trink- und der Umgang mit Abwasser sind Herkulesaufgaben für die betroffenen Regionen. Sea-Outfall-Tunnel können die Küstenstreifen schonen und verbessern die kommunale Wasser-Infrastruktur auf lange Sicht. Bei einem „Sea Outfall“ wird eine Rohrleitung oder Pipeline vom Festland hinaus aufs Meer, in einen See oder Fluss geführt. Die Trasse verläuft unter dem Meeresboden und je nach Geologie und Durchmesser kommen verschiedene Konstruktionsverfahren zum Einsatz.

Autor: Dipl.-Ing. Lutz zur Linde

 

Sicherheitsanforderungen für Biogas: Von der Erzeugung bis ins Gasnetz

Vorgestellt werden Nachweis-, Prüfungs- und Zertifizierungsvorgaben, die im Biogasbereich Anwendung finden. Dies umfasst die Sicherheitsprüfungen von Biogasanlagen, die Sicherheitsvorgaben für Biogasaufbereitungs- und Biogaseinspeiseanlagen sowie für entsprechende Gasleitungen.

Autor: Dipl.-Geoökol. Jan Feldhaus
 

Netzbewertung zum anlagenübergreifenden Asset-Management

Zunehmender Kostendruck aufgrund der Regulierung der Gas-und Stromnetze, aber auch aufgrund der wachsenden öffentlichen Diskussion über Wasserpreise bei gleichzeitig alterndem Netzbestand, erfordert den Einsatz moderner Asset-Management-Modelle zur Steuerung und Optimierung des Lebenszyklus der Betriebsmittel.

Autor: Dipl.-Ing. (FH) Mike Beck

 

Optimierung von Betrieb und Design-Workflows eines Fernwärme-Versorgers

Aufgrund neuer gesetzlicher Vorgaben musste der niederländische Fernwärmeversorger Essent Local Energy Solutions (ELES) ein neues GIS für den Entwurf, die Verwaltung und den Betrieb seines wachsenden Fernwärmenetzwerks auswählen und implementieren. Dafür hatte das Unternehmen nur sechs Monate Zeit.

Autor: Dipl.-Betriebswirt Hagen Lotz

 

Messdaten-Managementsysteme in Entwässerungssystemen

Grundlage für Planung und Betrieb entwässerungstechnischer Anlagen sind Messdaten. Nutzbar werden Informationen aus Messdaten aber erst, wenn diese zeitnah geprüft, gegebenenfalls korrigiert und nachvollziehbar archiviert werden. Um diese Prozesse effizient zu organisieren und zu unterstützen, gibt die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. (DWA) das Merkblatt DWA-M 151 „Messdaten-Managementsysteme (MDMS) in Entwässerungssystemen“ heraus.

Autor: Dr.-Ing. Holger Hoppe

 

Datenerfassung und -auswertung von versorgungstechnischen Anlagen

Ein Hindernis bei der strategischen Nutzung von Zustandsdaten sind meist verschiedene bestehende Systeme, die Datenspeicherung sowie die komplexe, auch von den Möglichkeiten einzelner Mitarbeiter abhängige Datenauswertung. Durch die Zentralisierung der Datenein- und  -ausgabe sowie die Vereinheitlichung der Datenplattform über alle Netzprozesse wird ein einheitlicher Daten-bestand erzeugt, der die Grundlage sowohl für strategische und operative Planungen als auch für eine effiziente Prozesssteuerung bildet.

Autor: Dipl.-Ing. (FH) Thomas Egenhöfer

 

Bodensanierung mittels horizontaler Filterbrunnen aus gesintertem porösen HDPE

Am Beispiel einer Bodensanierung mittels horizontaler Filterbrunnen, installiert Anfang 1998, wird über den langjährigen Einsatz von gesinterten porösen „High Density Polyethylen (HDPE)“-Filterrohren berichtet. Untersuchungen konnten die Zuverlässigkeit der Rohre in 15 Jahren Betrieb bestätigen.

Autoren: Dr.-Ing. Steffen Heidenreich, Dipl.-Ing. (FH) Astrid Walch, Dipl.-Geoökol. Peter Bauer

 

Feldtesterfahrungen: Erdgekoppelte Wärmepumpensysteme in Nichtwohngebäuden

Wie effizient sind Wärmepumpensysteme im realen Betrieb? Wo liegen Schwachstellen und was sind Erfolgsfaktoren? Im Folgenden werden Praxiserfahrungen und Betriebsauswertungen einer Reihe von Nichtwohngebäuden mit erdreich- und grundwassergekoppelten Wärmepumpen vorgestellt. Die quantitativen Auswertungen basieren auf mehrjährigen Monitoringkampagnen aus den Förderprogrammen „Energieoptimiertes Bauen (EnOB)“ und „LowEx:Monitor“ des BMWi.

Autoren: Simon Winiger, M.Sc., Dr.-Ing. Doreen Kalz, Dipl.-Ing. Martin Sonntag, Marika Vellei, M.Sc.

 

Carbon Footprint: Nachhaltigkeit in der Wasseraufbereitung

Die Schonung von Ressourcen spielt eine wachsende Rolle in der Wasserversorgung. Die Senkung von Energieverbrauch, Chemieeinsatz und Wasserrecycling tritt in den Vordergrund. Daher sind Konzepte zur Berücksichtigung von Treibhausgasemissionen wie auch der relativen Knappheit von Ressourcen bereits in der Planungsphase von Wasseraufbereitungsanlagen gefragt.

Autor: Dr. Klaus Hagen