bbr 10/2017

 

Fachbeiträge der Ausgabe:

Unser Energiesystem von morgen und die Rolle von Power-to-Gas

Strommarkt 2.0, Pariser Klimaabkommen, EEG 2017 – selten haben sich die Rahmenbedingungen des Energiesektors so stark verändert wie in den vergangenen Jahren. Wo wird die Reise hingehen und welchen Stellenwert wird hier Power-to-Gas haben? Der Beitrag beleuchtet den Status quo der Power-to-Gas-Technologie und wagt einen Ausblick in die Zukunft der Energiewirtschaft.

Autor: Daniel Stähr (DVGW e. V.)

 

Verfälschende Strömungen in Messstellen – Wie sind sie nachweisbar und authentische Beschaffenheitswerte zu erreichen?

Bohrungen, etwa für Grundwassermessstellen und Brunnen, schaffen eine Wegsamkeit im Untergrund und ermöglichen so einen verfälschenden Wärme- und Stofftransport zwischen der Wassersäule, der Umgebung und der Atmosphäre oder auch zwischen Grundwasserstockwerken. Ursache können schon geringe Druck-, Temperatur- und/oder Konzentrationsgradienten in der Wassersäule sein. Vorgestellt werden hier ein geophysikalisches Bohrlochmessverfahren zum Nachweis, Vorschläge zum Umgang mit den Strömungen bei In-situ-Messungen und Probenahme sowie ein System zur Gewinnung von authentischen Grundwasserbeschaffenheitswerten.

Autorin: Dr. Susann Berthold (Dresdner Grundwasserforschungszentrum e. V.)

 

Rückbau von Tiefbrunnen ehemaliger Hamburger Zivilschutzeinrichtungen

Aufgrund der sich seit Ende des Kalten Krieges geänderten Sicherheitslage wurde das flächendeckende Schutzraumkonzept im Jahr 2007 aufgegeben. Im Einvernehmen mit den Ländern hat das zuständige Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe beschlossen, dass das bisherige Konzept nicht mehr den heutigen Gefährdungen durch Naturkatastrophen oder internationalen Terrorismus genügt. Die Freie und Hansestadt Hamburg unterhielt in der Vergangenheit 74 Zivilschutzeinrichtungen. Sämtliche größere Anlagen besaßen eine vom öffentlichen Netz unabhängige Wasserversorgung. In der Hansestadt wurde diese über eigene, meist sehr tiefe Brunnen sichergestellt. Mit der Aufgabe dieser Zivilschutzbauten mussten auch die dazugehörigen Tiefbrunnen konform zum Wasserhaushaltsgesetz rückabgewickelt werden.

Autor: Daniel Lang (NORD Bohr und Brunnenbau GmbH)

 

Geothermienutzung für Gewerbebauten in Cham

Dass sich die Nutzung von Erdwärme im Gewerbebereich immer mehr durchsetzt, ist kein Geheimnis. Auch am Beispiel des familiengeführten Baukonzerns Rädlinger mit Firmenhauptsitz in Cham wird dies deutlich. Seit Jahren verfolgen die Oberpfälzer beim Neubau ihrer Immobilien den Erdwärme-Gedanken. Bei der Umsetzung erdgekoppelter Wärmepumpenanlagen stehen hier nicht nur Kostenvorteile im Vordergrund, sondern insbesondere die Möglichkeit, Gebäude zu attraktiven Bedingungen klimatisieren zu können. Auch der Neubau des Hauptsitzes soll nun mit Erdwärme ausgestattet werden. Die Bau- und Bohrarbeiten des Gebäudes, dessen Fertigstellung Ende 2018 geplant ist, laufen zurzeit auf Hochtouren.

Autor: Thomas Popp (Fischer Spezialbaustoffe GmbH)

 

Der IT-Sicherheitsleitfaden für die Wasserwirtschaft ist da – und nun?

Die Branche Wasser/Abwasser hat bereits in den letzten Monaten erste Umsetzungserfahrungen im Hinblick auf eine geforderte Zertifizierung und den Stand der Technik nach dem IT-Sicherheitsgesetz (IT-SiG) gesammelt. Der Artikel beschäftigt sich mit den aktuellen Vorgaben sowie konkreten Best-Practice-Maßnahmen. Dabei werden praktische Erfahrungen aus aktuellen Projekten in der Wasserwirtschaft vorgestellt.

Autoren: Dieter Barelmann (VIDEC Data Engineering GmbH) & Stefan Menge (Achtwerk GmbH & Co. KG)

 

BIM in der Kanalsanierung

Das Building Information Modeling (BIM) ist in aller Munde. Vor allem Großprojekte sollen mit dieser Methode schneller, wirtschaftlicher und transparenter umgesetzt werden. Auch die Kanalsanierung lässt sich hiermit noch effektiver gestalten. Der Verband Zertifizierter Sanierungsberater für Entwässerungssysteme e. V. (VSB) hat hierfür einen eigenen Fachausschuss gegründet, welcher Anfang dieses Jahres seine Arbeit aufgenommen hat.

Autor:  Michael Hippe (Verband Zertifizierter Sanierungsberater für Entwässerungssysteme e. V./ Franz Fischer Ingenieurbüro GmbH)

 

Wurzelfestigkeit von duktilen Guss-Rohrverbindungen

Wurzeleinwuchs in Abwasserkanälen wird im Rahmen der regelmäßig durchgeführten Kamerainspektionen von innen als Abflusshindernis erkannt. In privaten Abwasserleitungen fällt Wurzeleinwuchs spätestens beim Auftreten von Verstopfungen und Rückstau mit den daraus resultierenden Folgen auf. In öffentlichen Abwassernetzen ist Wurzeleinwuchs einer der häufigsten Schäden. Sowohl in privaten als auch in öffentlichen Abwassernetzen gelten diese Leitungsabschnitte als undicht.

Autor: Christoph Bennerscheidt (EADIPS European Association for Ductile Iron Pipe Systems/FGR Fachgemeinschaft Guss-Rohrsysteme e. V.)