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Infratech 2022 in Essen: Ideen für die Infrastruktur der Zukunft

Marode Brücken und Straßen, zunehmende Starkregenereignisse, Herausforderungen im Zuge der Energiewende oder neue Nutzungskonzepte für den öffentlichen Raum – die InfraTech, welche vom 20. bis 22. September 2022 unter dem Motto „Infrastruktur neu denken“ in der Messe Essen stattfindet, besetzt exakt die Themen, die die Infrastrukturbranche bewegen.

Mehr als 220 Aussteller werden an den drei Messetagen Dienstleistungen, Produkte und Verfahren für die Infrastruktur der Zukunft in Halle 3 der Messe Essen präsentieren. Ein Aussteller der ersten Stunde ist Amiblu. Die Infrastruktur in Nordrhein-Westfalen, insbesondere der vorhandenen Kanäle, befindet sich laut Holger Hönemann, Sales Representative des Unternehmens, in einem ausbaufähigen Zustand. Lösungen für Starkregen hat der Produzent von GFK-Rohrsystemen bereits seit einigen Jahren in den Mittelpunkt gerückt. „Die InfraTech ist eine wichtige Leitmesse für Amiblu und daher sind wir glücklich dieses Jahr unsere langjährigen Kunden aber auch potenzielle Neukunden wieder persönlich begrüßen zu dürfen“, freut sich Hönemann auf die Gespräche mit den Messebesuchern.

Werkzeuge zur grabenlosen Rohrleitungssanierung sind ein Kernprodukt von Piconte Solutions. Sylvia Petschnig vom Marketing- und Sales-Team bezeichnet die Rohrsanierung anstelle des Austauschs in offener Bauweise als „äußerst wettbewerbsfähig“ und sieht in Deutschland eine große Chance, den Anteil des sogenannten CIPP-Verfahrens an Infrastrukturbaumaßnahmen signifikant zu erhöhen. Themen auf der InfraTech werden auch neue, kraftvollere Werkzeuge sein, die Piconte als Reaktion auf vermehrte Überflutungen und damit einhergehende zementartige Ablagerungen in Rohrleitungen entwickelt hat oder die Miller-Mehrzweckgeräte für die High-Speed-Rohrreinigung.

 

Intelligente Lösungen zur Verkehrslenkung

Die bereits bestehende Partnerschaft zwischen der InfraTech und der Autobahn GmbH sowie Straßen.NRW wurde ausgebaut. Bei der diesjährigen Messeausgabe treten beide erstmals als Aussteller auf. „Wir setzen auf Digitalisierung und Vernetzung“, berichtet Thomas Oehler, Abteilungsdirektor Technik bei Straßen.NRW. Der Landesbetrieb geht neue Wege und baut eine moderne Verkehrs- und Tunnelleitzentrale auf. Bauwerksprüfungen an Brücken werden nun auch mit GPS-gesteuerter Technik durchgeführt. Gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft, Straßenbau, Telekommunikation sowie Fahrzeug- und Softwareherstellern arbeitet Straßen.NRW an intelligenten Lösungen zur Verkehrslenkung.

„Wir alle brauchen viel mehr Mut für Veränderungen“, sagt Ralf Becker, Kaufmännischer Geschäftsführer bei der Grijsen GmbH. Autos in der Stadt hätten ausgedient. Es gelte, den ÖPNV und die Radwege auszubauen, den öffentlichen Raum erlebbar zu machen und so eine hohe Aufenthaltsqualität zu erreichen. Mit großflächigen Pflanz-Sitzkombinationen könnten Pflanzen in die Stadt gebracht werden, wodurch sich das Klima verbessere. „Wir werden wieder einige unserer Bankmodelle dabei haben und freuen uns auf die persönlichen Gespräche mit unseren potentiellen Kunden“, so Becker.

Auch Hermann Schulte-Hiltrop, Hauptgeschäftsführer der Bauverbände NRW e.V., mahnt an, neue Wege zu gehen. „Die Baubranche in NRW steht vor vier großen Herausforderungen: Die Auftraggeber müssen sich an den Mehrkosten durch gestiegene Preise beteiligen, das Genehmigungsverfahren für Brücken und Straßen muss beschleunigt werden, mehr Fokus auf Nachhaltigkeit und mehr Mut zu Innovationen.“ so Schulte-Hiltrop. Die Bauverbände NRW (zuvor als Baugewerbliche Verbände) zählen seit der ersten InfraTech-Ausgabe im Jahr 2014 zu den Partnern der Messe.

 

Die Plattform zum fachlichen Austausch

Die InfraTech ist die Wissensplattform für den gesamten Bereich der Infrastruktur. Sie bietet den Akteuren der Branche – öffentlichen und privaten Unternehmen, Kunden, Auftragnehmern sowie Wissenschaft und Forschung -die Möglichkeit zum fachlichen Austausch. „Neben den Gesprächen an den Ständen der Aussteller erwartet die Besucher der InfraTech wieder ein attraktives Vortragsprogramm, das von hochkarätigen Branchenexperten ausgerichtet wird“, berichtet Annemieke den Otter, Ausstellungsmanagerin der InfraTech. Darunter sind das IKT - Institut für unterirdische Infrastruktur, der Kirschbaum Verlag, BWK – die Umweltingenieure, die Bauverbände NRW, die Kommunal Agentur NRW und die Autobahn GmbH. Zudem finden Branchenkongresse rund um die Messe statt. Erneut wird der InfraTech Innovationspreis in zwei Kategorien vergeben.

Die InfraTech wird im Zwei-Jahres-Turnus vom niederländischen Messeveranstalter Rotterdam Ahoy ausgerichtet. Zunächst als Teil eines Messequartetts gestartet konnte sie mit jeder Ausgabe stark steigende Aussteller- und Besucherzahlen verbuchen. Seit 2020, der vierten Messeausgabe, wird sie als eigenständige Messe veranstaltet und konnte mit 7.989 Fachbesuchern erneut um fast 10 % zulegen. Die Aussteller schätzen vor allem die Zielgruppengenauigkeit. 92 % von ihnen erklärten zum Ende der Messeausgabe 2020, ihre Zielgruppe erreicht zu haben. Die vier Schwerpunktthemen der Veranstaltung sind „Tiefbau, Straßenbau und Wasserbau“, „Ver- und Entsorgung“, „Öffentliche Raumgestaltung und Mobilität“ sowie „Energie und Umwelt“. Die Schirmherrschaft hat Ina Brandes, Ministerin für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, übernommen.

 

Weitere Informationen:

www.infratech.de